Spandau
Spandau (aus Hamburg!) spielt melodiösen Indierock, der hin und wieder ausbricht und zum Punk rüberschwappt. Oktavenlastige Gitarren und treibende Becken umspülen dabei Texte, die persönliche Befindlichkeiten und Alltagssituationen beleuchten und auseinandernehmen. Als Band ist Spandau seit Ende der 90er durchgehend präsent – übrigens immer noch liebend gern ohne In-Ear-Monitoring. Wegen Kontakt und so.
Nun haben Spandau ein brandneues Album aufgenommen. Eingespielt + produziert wurde in absoluter Eigenregie. Herausgekommen ist eine Platte, auf der es textlich dieses Mal wesentlich schonungsloser zugeht als man es vielleicht von Spandau gewohnt ist. Es wird sich also nicht auf Betrachtungsweisen früherer Alben ausgeruht. Sätze wie „Du hast das alles hier zerstochen“, „wegen Ihm stand Gernika in Flammen“ oder „Marionettenspiel, Verschwörung – Schafe, Leichen, Ratten, Tauben“ sind neu, konsequent und unbequem. Die Wut funktioniert charmant und ohne Pathos, die Empörung kommt ohne ausgestreckten Zeige – oder Mittelfinger aus. Es geht hier um weitaus mehr. Es geht am Ende sogar um den Versuch einer Umarmung des ganzen Wahnsinns. „Du musst Dich gar nicht länger quälen, alles verändert sich!“
Auf einmal kommt sie dann nämlich doch noch um die Ecke, die Zuversicht die einen packt. Zum Glück und folgerichtig. Und ein bisschen steckte sie ja auch vorher schon in jedem einzelnen Lied. Aber sie zu erkennen und anzunehmen ist eben manchmal „leichter gesagt als es wirklich ist“. Spandau hört man 2026 eine neue Schärfe und gleichzeitig eine Gelassenheit an, für die man eben ein paar Alben brauchte.
Spandau:
Webseite: https://www.spandau-band.de/
Spotify: https://open.spotify.com/artist/0SQkRj5v6AE8IB9RDfttaj
Bandcamp: https://spandau-band.bandcamp.com/
Social Media
Instagram: www.instagram.com/spandaumusic/
YouTube



